Heute keine Sitzung

Wegen Krankheitsgründen fällt die heutige Sitzung leider sehr spontan aus. Nächste Woche geht es gewohnt Dienstags um 19 Uhr – hoffentlich wieder gesund – weiter.

Löschen statt sperren – Für eine vernünftige Netzpolitik

zensursula_seite_01Am Freitag, den 25. September, will die Grüne Jugend Gelsenkirchen auf der Bahnhofstraße in Höhe der Beskenstraße ein Zeichen gegen die Netzsperre setzen: Mit einem markanten„STOPP!“-Banner sollen Bürger dazu animiert werden, anzuhalten und genauer hinzusehen, denn die Schrecken hinter der vermeintlich sicheren Sperrung sind zwar verdeckt, aber einsehbar.

Mit dieser Aktion machen die grünen Jugendlichen ihre Kritik an der Netzpolitik der Bundesregierung deutlich: Wer definiert „bedenkliche“ -Inhalte und überwacht deren Zensur, damit sie nicht auch unbescholtene Internetseitenanbieter trifft? Ist eine staatliche Zensur überhaupt mit unserem Freiheitsgrundrecht vereinbar? Welchen Sinn hat eine Netzsperre, die leicht zu umgehen ist und kriminelle Anbieter warnt? Reicht es, den Zugang zu gefährlichen Seiten zu erschweren oder sollte man nicht vielmehr deren Betreibern durch andere Maßnahmen auf die Schliche kommen?

Über diese und weitere Diskussionsansätze möchte die Grüne Jugend mit interessierten Bürgern und der Presse ins Gespräch kommen; deshalb möchten wir Sie herzlich dazu einladen, bei unserer Aktion ab 16.00 Uhr zugegen zu sein und davon zu berichten.

Gerechtigkeitsmemory

Ein Sonnenschirm, Luftballons und monströse Flyer? Nicht mit uns. An insgesamt über 150 Orten macht die Wahlkampftour der GRÜNEN JUGEND halt und will für GRÜNE Politik begeistern. Am 15. September 2009 ab 16.00 Uhr hält ein Bus auch am Preuteplatz in Gelsenkirchen.

Von Politikverdrossenheit ist bei den 16- bis 27jährigen, die ihre Schul- oder Semesterferien für den GRÜNEN opfern, nichts zu spüren. Im Gegenteil: diese jungen Leute kämpfen für eine bessere Welt und für ihre Zukunft. Am Aktionstag suchen sie im großformatigen Gerechtigkeitsmemory ihre Forderungen. Darunter zum Beispiel „Gebührenfreies Studium für alle!“ statt „Studiengebühren“.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, diese Aktion, zu der die GRÜNE JUGEND Gelsenkirchen auch Robert Zion, Bundestagsdirektkandidat Gelsenkirchens, eingeladen hat, in Bildern festzuhalten und mit den GRÜNEN Aktivisten zu sprechen.

Mythen der Atomenergie widerlegt

Nach dem Störfall im Atomkraftwerk Emsland sieht die Grüne Jugend Gelsenkirchen sich in ihren Bedenken gegen die gestärkt. “Oft wird den Gegnern der vorgeworfen, den Atomausstieg nur aus ideologischen Gründen betreiben zu wollen”, so Adrianna Gorczyk, Sprecherin der Grünen Jugend. “Dabei beweisen die Ergebnisse der letzten Wochen doch genau das Gegenteil. Die Ausschaltungen der Kraftwerke Emsland und Krümmel zeigen auf besorgniserregende Art und Weise, dass Kernenergie nicht beherrschbar ist und sowohl menschliches als auch technisches Versagen jederzeit zu buchstäblich brandgefährlichen Situationen führen kann.” Am von der ehemaligen rot-grünen Regierung auf den Weg gebrachten Atomausstieg müsse nicht nur festgehalten werden, das AKW Krümmel sowie ähnlich veraltete Reaktoren dürfen keinesfalls wie geplant bis zur geplanten Endlaufzeit in Betrieb bleiben, sagte Gorczyk weiter. “Auch von der Mär eines Zusammenbrechens der Energieversorgung ohne Atomkraftwerke bleibt nach den letzten Tagen nicht mehr viel, sind momentan doch 7 der 17 Kraftwerke abgeschaltet und Deutschland betätigt sich dennoch als Energieexporteur.”

Ihr Sprecherkollege Kevin Jedamzik weist aber noch auf eine andere Unwahrheiten der Atomindustrie hin, nach der Atomstrom günstig sei. “Wie Recherchen des ARD Magazins Monitor in der letzte Woche zeigten, kostet den Steuerzahler die Stilllegung der beiden missglückten Lagerstätten Asse und Morsleben ca. 4-6 Millarden Euro. Die Atomindustrie, die pro Tag ca. 1 Million pro Atomkraftwerk verdient und jahrelang dort ihren Müll einlagern konnte, hatte sich nur mit 87 Millionen an den Kosten beteiligt.” Für die Grüne Jugend sind damit alle Mythen einer sicheren, günstigen und umweltfreundlichen Energieversorgung durch Atomstrom endgültig widerlegt. Nicht die Kritik an sei ideologisch, sondern das Festhalten, an selbiger, wie Union und FDP es betreiben, so die Jugendorganisation weiter. Ziel müsse es vielmehr sein, international dafür zu werben, alternative Energien zu nutzen und für das durch Kernenergie verursachte Sicherheits- und Endlagerungsproblem zu sensibilisieren.

Homepage der Indienhilfe Bottroper Realschulen

Die Grüne Jugend arbeitet seit geraumer Zeit immer mal wieder mit der Indienhilfe Bottroper Realschüler zusammen. Hier gibt es einen Bericht des Besuches von Prälat Linse bei uns und hier der entsprechende “Gegenbesuch” zum Einkaufen :)

Bei dem zweiten Artikel wurde ich per Kommentar auf die Homepage der Indienhilfe hingewiesen, die unter http://indienhilfe-bottrop.de zu erreichen ist. Und damit das nicht einfach im Nirvana der Kommentare bleibt, ein kleiner Werbeartikel und in die Linkleiste kommt die Seite auch noch, wenn ich diese in den nächsten Tagen überarbeite.

Protokoll der Sitzungen vom 26. und 30. Juni

Die Protokolle der letzten Sitzungen können hier abgerufen werden:

Nächste Sitzung ist am Dienstag, 7. Juli um 20.30 Uhr

Weltrekord gebrochen

Seit gestern ist offiziell, dass der beim Stand Up gegen Armut deutlich gebrochen wurde: 117 Millionen Menschen standen vom 17. bis 19. Oktober auf, um damit ein Zeichen gegen Armut und für die UN – Milleniumsziele zu setzen.

Die meisten Menschen sind in Asien aufgestanden (73 Millionen), in Afrika waren es fast 25 Millionen, in den arabischen Staaten knapp 18 Millionen und in Europa und Nordamerika 1,1 Millionen. (Quelle)

Dies sind damit fast 2% der Weltbevölkerung. Ganz so groß war die Beteiligung in den westlichen Ländern nicht :( In Deutschland standen 127.017 Menschen auf. Mehr zu den internationalen und deutschen im Blog von Deine Stimme gegen Armut.

Aufgestanden gegen Armut

P1050158 Am heutigen Sonntag ist die Grüne Jugend zusammen mit Falken und Passanten gegen Armut aufgestanden, um ein Zeichen gegen Weltweite Armut zu setzen. Am Stand am Neumarkt, der von 11 bis 12 Uhr stattfand, wurde darüber hinaus auch auf die aktuelle Kampagne von erlassjahr.de für ein faires und transparentes Entschuldungsverfahren hingewiesen und Materialien der Indienhilfe Bottroper Realschüler verkauft. Besonders erfreut waren wir dabei, dass beide Kirchengemeinden vor Ort auf diesen Termin hingewiesen hatten. Für das kommende Jahr ist eine langfristiger organisierte Aktion zu dieser Problematik geplant. Ob die kleine Beteiligung in Gelsenkirchen dazu geholfen hat, den Weltrekord zu brechen, werden die kommenden Tage zeigen und es wird natürlich hier darüber berichtet, wie sonst weltweit und in Deutschland aufgestanden wurde, um sich gegen Armut aufzulehnen.

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Aufstehen gegen Armut

An diesem Wochenende ruft die UN-Milleniumskampagne und “Deine Stimme gegen Armut” weltweit dazu auf, sich gegen Armut zu erheben und symbolisch damit Druck auf die Regierenden auszuüben, dieses Thema bei allen aktuellen Problemen nicht zu vergessen. Die Grüne Jugend Gelsenkirchen wird hierzu am Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr einen Infostand auf dem Neumarkt durchführen, bei der um ca. 11.30 Uhr auch an dieser Aktion teilgenommen wird. Als Mitträger des Entschuldungsnetzwerkes und Unterstützer der Indienhilfe Bottroper Realschüler will die grüne Jugendorganisation deren Themen in den
Vordergrund stellen. In Zeiten der internationalen Finanzkrise und kurz vor der Entwicklungsfinanzierungskonferenz in Doha sei es umsowichtiger auf die Themen und Armutsbekämpfung hinzuweisen,  so die Grüne Jugend.

Weitere Informationen auch in Patricks Blog oder bei erlassjahr.de.

Besuch der „Indienhilfe Bottroper Realschüler” – Auf eine gute Zusammenarbeit!

Der Rahmen

Am 11.07.2008 besuchte Prälat Rolf Linse die Grüne-Jugend-Sitzung, um uns die „Indienhilfe Bottroper Realschüler” in einem Dia-Vortrag vorzustellen. Bei Kaffee bzw. Tee und Gebäck ist unsere kleine aber gemütliche Runde von 7 Mitgliedern (Kevin, Patrick, Katha, Simon, Johanna, Frauke und Ada) rund drei Stunden den Ausführungen des engagierten Pfarrers gefolgt, wobei persönliche Nach-fragen am Ende der Veranstaltung den Einblick in die Arbeit der Organisation vertieften.

Wie es zum Kontakt kam

Ada hat Prälat Linse rein zufällig an seinem wöchigen Marktstand während eines Bottroper Stadt-festes angetroffen und kam mit ihm ins Gespräch. Dabei wurde festgehalten, dass eine Zusam-menarbeit erstrebenswert sei und Kontakt miteinander aufgenommen werden soll. Daraufhin gab es einen kurzen Briefwechsel bis ein Termin für den Dia-Vortrag gefunden wurde.

Der Dia-Vortrag

Bei unserem Treffen hat Prälat Linse, der über 20 Mal selbst in bei den Projektstationen vor Ort war, die „Indienhilfe Bottroper Realschüler” lange und detailreich vorgestellt und damit der Grünen Jugend Gelsenkirchen ein genaues Bild von ihrem Engagement vermittelt. Dabei waren besonders die Dia-Bilder eindrucksvoll, die einerseits die von starker Armut bzw. Behinderung betroffenen Inder in einer bewundernswerten Zufriedenheit angesichts ihrer Lebensumstände zeigten und andererseits den rasanten Fortschritt bei dem Bau von verschiedenen Einrichtungen dokumentierten. Besonders reizend fanden wir die Geste des Prälats, jedem von uns einen kleinen Jute-Elefanten-Anhänger zu schenken und uns ausführliche Broschüren auszuhändigen.

Das Profil der „Indienhilfe Bottroper Realschulen”

Hier ein paar interessante Informationen aus dem Vortrag:

  • Die Indienhilfe betreibt 59 Hilfsprojekte in 10 indischen Staaten. Dabei ist es für die in katholisch-kirchlicher Trägerschaft stehende Organisation nicht von Bedeutung, welchem Glauben die Bedürftigen anhängen. Die kommen gänzlich in den Projekten an, denn die Überweisungskosten trägt das Bistum Essen.
  • Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Unterstützung von indischen Menschen mit Behin-derung: Mit 11 Ausbildungsstätten mit zum Teil auf eine bestimmte Behinderung ausgerich-teten Einrichtungen wird Gehörlosen, Blinden und körperlich Behinderten eine berufliche Ausbildung ermöglicht, die sie wieder in die Gesellschaft eingliedern soll. Geistig behinderte Menschen werden so weit es geht geschult und gefördert und leben oftmals in Internaten.
  • Neben einer Behinderung ist das Geschlecht ein bedeutender Grund für den sozialen Abstieg in . Mädchen und Frauen haben eine kaum vorstellbare Diskriminierung zu erleiden, sie werden als Menschen „zweiter Klasse” betrachtet. Obwohl es gesetzlich verboten ist, werden Hochzeiten immer noch arrangiert und an der Mitgift ausgerichtet; besonders grausam sind daher die Mitgift-Morde an jungen Bräuten. Deshalb legt die Indienhilfe in ihren 7 Schulen und 10 Internaten darauf wert, dass mindestens 50 % der Schüler weiblich sind. Staatliche Schulen hingegen werden mit einem Mindestanteil von 80% von männlichen Schülern dominiert. Selbst die indischen Regierungen erkennen die Besonderheit der Schulen der Indienhilfe mit Auszeichnungen an.
  • Die Bedeutung von Schulen und einer nachhaltigen (Grund-)Bildung ist besonders dann erkennbar, wenn man bedenkt, dass in Hunderte von geografisch gebundenen Sprachen gesprochen werden. Mit der Erlernung von Englisch und Hindi sind eine indienweite und behördliche Verständigung und der Zugang zu einer höheren Schule möglich. Ein besonders schönes Beispiel nannte uns Prälat Linse von einem armen behinderten Jungen, der es bis zum Musikprofessor an einer Hochschule geschafft hatte.
  • Da es in keine gesetzliche vorgeschriebene Krankenversicherung gibt und die medizi-nische Versorgung für die Armen nicht zu bezahlen ist, hat die Organisation 8 Betten in einem Krankenhaus „gekauft”, so dass hier 400 Patienten im Jahr unentgeltlich versorgt werden können. Auch wurde das Medizinstudium von 3 Ordensschwestern finanziert, denen auferlegt wurde, Bedürftige kostenlos zu versorgen.
  • Mit dem Bau von neuen Einrichtungen oder dem Ausbau bestehender Komplexe wird besonders auf dem Land Tagelöhnern für mehrere Monate eine gut bezahlte Arbeit geboten, so dass der positive Effekt der Baumaßnahmen auch den Menschen zugute kommt, die nicht direkt von den Einrichtungen profitieren.
  • Die Indienhilfe vermittelt mit ihrer Arbeit ein Verständnis von Gleichheit und Hilfsbereit-schaft: Jungen und Männer lernen, dass Mädchen und Frauen auch Würde haben und gleichberechtigt sind, Inder mit Behinderungen werden in ihr Heimatdorf integriert, wohlhabende Dorfbewohner regelmäßig Nahrung an die Bedürftigen in ihrem Ort. An dieser Stelle sei das Bespiel genannt, dass ein Vater, der seine beiden Töchter nicht auf eine Schule schicken wollte, zumindest seinen Sohn, der eine Schule der Indienhilfe besucht, damit beauftragt hat, ihnen die Grundzüge in Sprache und Mathematik nach der Schule Zuhause beizubringen.

Die Zusammenarbeit

Die Grüne Jugend Gelsenkirchen hat in ihrer Zusammenarbeit mit der „Indienhilfe Bottroper Realschüler” ihr Hauptaugenmerk auf die Felder Bildung und Frauenförderung gelegt und möchte mit ihren und Möglichkeiten gezielt die entsprechenden Projekte fördern.

Was wir planen

Bald wird es eine Collage der Indienhilfe im Schaufenster des Grünen-Büros geben. Unsere erste Zusammenarbeit wird darin bestehen, dass wir der Organisation Jute-Taschen für eine unserer abnehmen; zu diesem Zwecke werden wir Prälat Linse an seinem Stand besuchen, der jeden Samstag am Bottroper Markt zu finden ist. Wir haben bereits eine Spendendose für die Indienhilfe eingerichtet, auf die wir bei allen unseren hinweisen wollen. Ferner werden wir den Erlös von möglichen Fair-Trade-Verkaufsständen an die Organisation weiterleiten und besonders auf dem Neujahrsempfang der Grünen in Gelsenkirchen versuchen, über eine Tombola zu mobili-sieren. Besonders in der Weihnachtszeit wird es sich lohnen, die Jute-Figuren der Indienhilfe, die es nicht nur als Elefanten gibt, als Weihnachtsbaumschmuck zu verkaufen. Gerne arbeiten wir mit anderen Grüne-Jugend-Basisgruppen oder Organisationen zusammen, wenn sich die Gelegenheit und eine gute Idee bieten. Also einfach melden.

Ansonsten freuen wir uns, wenn die Gelsenkirchener Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre alten (auch DM-) Münzen und Altmetall in der Geschäftsstelle der Grünen abgeben, da diese Gegenstände „zu Euros gemacht” werden können, die an die „Indienhilfe Bottroper Realschulen” weitergeleitet werden.

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