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Mythen der Atomenergie widerlegt

Nach dem Störfall im Atomkraftwerk Emsland sieht die Grüne Jugend Gelsenkirchen sich in ihren Bedenken gegen die gestärkt. “Oft wird den Gegnern der vorgeworfen, den Atomausstieg nur aus ideologischen Gründen betreiben zu wollen”, so Adrianna Gorczyk, Sprecherin der Grünen Jugend. “Dabei beweisen die Ergebnisse der letzten Wochen doch genau das Gegenteil. Die Ausschaltungen der Kraftwerke Emsland und Krümmel zeigen auf besorgniserregende Art und Weise, dass Kernenergie nicht beherrschbar ist und sowohl menschliches als auch technisches Versagen jederzeit zu buchstäblich brandgefährlichen Situationen führen kann.” Am von der ehemaligen rot-grünen Regierung auf den Weg gebrachten Atomausstieg müsse nicht nur festgehalten werden, das AKW Krümmel sowie ähnlich veraltete Reaktoren dürfen keinesfalls wie geplant bis zur geplanten Endlaufzeit in Betrieb bleiben, sagte Gorczyk weiter. “Auch von der Mär eines Zusammenbrechens der Energieversorgung ohne Atomkraftwerke bleibt nach den letzten Tagen nicht mehr viel, sind momentan doch 7 der 17 Kraftwerke abgeschaltet und Deutschland betätigt sich dennoch als Energieexporteur.”

Ihr Sprecherkollege Kevin Jedamzik weist aber noch auf eine andere Unwahrheiten der Atomindustrie hin, nach der Atomstrom günstig sei. “Wie Recherchen des ARD Magazins Monitor in der letzte Woche zeigten, kostet den Steuerzahler die Stilllegung der beiden missglückten Lagerstätten Asse und Morsleben ca. 4-6 Millarden Euro. Die Atomindustrie, die pro Tag ca. 1 Million pro Atomkraftwerk verdient und jahrelang dort ihren Müll einlagern konnte, hatte sich nur mit 87 Millionen an den Kosten beteiligt.” Für die Grüne Jugend sind damit alle Mythen einer sicheren, günstigen und umweltfreundlichen Energieversorgung durch Atomstrom endgültig widerlegt. Nicht die Kritik an sei ideologisch, sondern das Festhalten, an selbiger, wie Union und FDP es betreiben, so die Jugendorganisation weiter. Ziel müsse es vielmehr sein, international dafür zu werben, alternative Energien zu nutzen und für das durch Kernenergie verursachte Sicherheits- und Endlagerungsproblem zu sensibilisieren.

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