Archiv für die Kategorie Internationales

Homepage der Indienhilfe Bottroper Realschulen

Die Grüne Jugend arbeitet seit geraumer Zeit immer mal wieder mit der Indienhilfe Bottroper Realschüler zusammen. Hier gibt es einen Bericht des Besuches von Prälat Linse bei uns und hier der entsprechende “Gegenbesuch” zum Einkaufen :)

Bei dem zweiten Artikel wurde ich per Kommentar auf die Homepage der Indienhilfe hingewiesen, die unter http://indienhilfe-bottrop.de zu erreichen ist. Und damit das nicht einfach im Nirvana der Kommentare bleibt, ein kleiner Werbeartikel und in die Linkleiste kommt die Seite auch noch, wenn ich diese in den nächsten Tagen überarbeite.

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Weltrekord gebrochen

Seit gestern ist offiziell, dass der beim Stand Up gegen Armut deutlich gebrochen wurde: 117 Millionen Menschen standen vom 17. bis 19. Oktober auf, um damit ein Zeichen gegen Armut und für die UN – Milleniumsziele zu setzen.

Die meisten Menschen sind in Asien aufgestanden (73 Millionen), in Afrika waren es fast 25 Millionen, in den arabischen Staaten knapp 18 Millionen und in Europa und Nordamerika 1,1 Millionen. (Quelle)

Dies sind damit fast 2% der Weltbevölkerung. Ganz so groß war die Beteiligung in den westlichen Ländern nicht :( In Deutschland standen 127.017 Menschen auf. Mehr zu den internationalen und deutschen im Blog von Deine Stimme gegen Armut.

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Aufgestanden gegen Armut

P1050158 Am heutigen Sonntag ist die Grüne Jugend zusammen mit Falken und Passanten gegen Armut aufgestanden, um ein Zeichen gegen Weltweite Armut zu setzen. Am Stand am Neumarkt, der von 11 bis 12 Uhr stattfand, wurde darüber hinaus auch auf die aktuelle Kampagne von erlassjahr.de für ein faires und transparentes Entschuldungsverfahren hingewiesen und Materialien der Indienhilfe Bottroper Realschüler verkauft. Besonders erfreut waren wir dabei, dass beide Kirchengemeinden vor Ort auf diesen Termin hingewiesen hatten. Für das kommende Jahr ist eine langfristiger organisierte Aktion zu dieser Problematik geplant. Ob die kleine Beteiligung in Gelsenkirchen dazu geholfen hat, den Weltrekord zu brechen, werden die kommenden Tage zeigen und es wird natürlich hier darüber berichtet, wie sonst weltweit und in Deutschland aufgestanden wurde, um sich gegen Armut aufzulehnen.

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Aufstehen gegen Armut

An diesem Wochenende ruft die UN-Milleniumskampagne und “Deine Stimme gegen Armut” weltweit dazu auf, sich gegen Armut zu erheben und symbolisch damit Druck auf die Regierenden auszuüben, dieses Thema bei allen aktuellen Problemen nicht zu vergessen. Die Grüne Jugend Gelsenkirchen wird hierzu am Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr einen Infostand auf dem Neumarkt durchführen, bei der um ca. 11.30 Uhr auch an dieser Aktion teilgenommen wird. Als Mitträger des Entschuldungsnetzwerkes und Unterstützer der Indienhilfe Bottroper Realschüler will die grüne Jugendorganisation deren Themen in den
Vordergrund stellen. In Zeiten der internationalen Finanzkrise und kurz vor der Entwicklungsfinanzierungskonferenz in Doha sei es umsowichtiger auf die Themen und Armutsbekämpfung hinzuweisen,  so die Grüne Jugend.

Weitere Informationen auch in Patricks Blog oder bei erlassjahr.de.

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Besuch der „Indienhilfe Bottroper Realschüler” – Auf eine gute Zusammenarbeit!

Der Rahmen

Am 11.07.2008 besuchte Prälat Rolf Linse die Grüne-Jugend-Sitzung, um uns die „Indienhilfe Bottroper Realschüler” in einem Dia-Vortrag vorzustellen. Bei Kaffee bzw. Tee und Gebäck ist unsere kleine aber gemütliche Runde von 7 Mitgliedern (Kevin, Patrick, Katha, Simon, Johanna, Frauke und Ada) rund drei Stunden den Ausführungen des engagierten Pfarrers gefolgt, wobei persönliche Nach-fragen am Ende der Veranstaltung den Einblick in die Arbeit der Organisation vertieften.

Wie es zum Kontakt kam

Ada hat Prälat Linse rein zufällig an seinem wöchigen Marktstand während eines Bottroper Stadt-festes angetroffen und kam mit ihm ins Gespräch. Dabei wurde festgehalten, dass eine Zusam-menarbeit erstrebenswert sei und Kontakt miteinander aufgenommen werden soll. Daraufhin gab es einen kurzen Briefwechsel bis ein Termin für den Dia-Vortrag gefunden wurde.

Der Dia-Vortrag

Bei unserem Treffen hat Prälat Linse, der über 20 Mal selbst in bei den Projektstationen vor Ort war, die „Indienhilfe Bottroper Realschüler” lange und detailreich vorgestellt und damit der Grünen Jugend Gelsenkirchen ein genaues Bild von ihrem Engagement vermittelt. Dabei waren besonders die Dia-Bilder eindrucksvoll, die einerseits die von starker Armut bzw. Behinderung betroffenen Inder in einer bewundernswerten Zufriedenheit angesichts ihrer Lebensumstände zeigten und andererseits den rasanten Fortschritt bei dem Bau von verschiedenen Einrichtungen dokumentierten. Besonders reizend fanden wir die Geste des Prälats, jedem von uns einen kleinen Jute-Elefanten-Anhänger zu schenken und uns ausführliche Broschüren auszuhändigen.

Das Profil der „Indienhilfe Bottroper Realschulen”

Hier ein paar interessante Informationen aus dem Vortrag:

  • Die Indienhilfe betreibt 59 Hilfsprojekte in 10 indischen Staaten. Dabei ist es für die in katholisch-kirchlicher Trägerschaft stehende Organisation nicht von Bedeutung, welchem Glauben die Bedürftigen anhängen. Die kommen gänzlich in den Projekten an, denn die Überweisungskosten trägt das Bistum Essen.
  • Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Unterstützung von indischen Menschen mit Behin-derung: Mit 11 Ausbildungsstätten mit zum Teil auf eine bestimmte Behinderung ausgerich-teten Einrichtungen wird Gehörlosen, Blinden und körperlich Behinderten eine berufliche Ausbildung ermöglicht, die sie wieder in die Gesellschaft eingliedern soll. Geistig behinderte Menschen werden so weit es geht geschult und gefördert und leben oftmals in Internaten.
  • Neben einer Behinderung ist das Geschlecht ein bedeutender Grund für den sozialen Abstieg in . Mädchen und Frauen haben eine kaum vorstellbare Diskriminierung zu erleiden, sie werden als Menschen „zweiter Klasse” betrachtet. Obwohl es gesetzlich verboten ist, werden Hochzeiten immer noch arrangiert und an der Mitgift ausgerichtet; besonders grausam sind daher die Mitgift-Morde an jungen Bräuten. Deshalb legt die Indienhilfe in ihren 7 Schulen und 10 Internaten darauf wert, dass mindestens 50 % der Schüler weiblich sind. Staatliche Schulen hingegen werden mit einem Mindestanteil von 80% von männlichen Schülern dominiert. Selbst die indischen Regierungen erkennen die Besonderheit der Schulen der Indienhilfe mit Auszeichnungen an.
  • Die Bedeutung von Schulen und einer nachhaltigen (Grund-)Bildung ist besonders dann erkennbar, wenn man bedenkt, dass in Hunderte von geografisch gebundenen Sprachen gesprochen werden. Mit der Erlernung von Englisch und Hindi sind eine indienweite und behördliche Verständigung und der Zugang zu einer höheren Schule möglich. Ein besonders schönes Beispiel nannte uns Prälat Linse von einem armen behinderten Jungen, der es bis zum Musikprofessor an einer Hochschule geschafft hatte.
  • Da es in keine gesetzliche vorgeschriebene Krankenversicherung gibt und die medizi-nische Versorgung für die Armen nicht zu bezahlen ist, hat die Organisation 8 Betten in einem Krankenhaus „gekauft”, so dass hier 400 Patienten im Jahr unentgeltlich versorgt werden können. Auch wurde das Medizinstudium von 3 Ordensschwestern finanziert, denen auferlegt wurde, Bedürftige kostenlos zu versorgen.
  • Mit dem Bau von neuen Einrichtungen oder dem Ausbau bestehender Komplexe wird besonders auf dem Land Tagelöhnern für mehrere Monate eine gut bezahlte Arbeit geboten, so dass der positive Effekt der Baumaßnahmen auch den Menschen zugute kommt, die nicht direkt von den Einrichtungen profitieren.
  • Die Indienhilfe vermittelt mit ihrer Arbeit ein Verständnis von Gleichheit und Hilfsbereit-schaft: Jungen und Männer lernen, dass Mädchen und Frauen auch Würde haben und gleichberechtigt sind, Inder mit Behinderungen werden in ihr Heimatdorf integriert, wohlhabende Dorfbewohner regelmäßig Nahrung an die Bedürftigen in ihrem Ort. An dieser Stelle sei das Bespiel genannt, dass ein Vater, der seine beiden Töchter nicht auf eine Schule schicken wollte, zumindest seinen Sohn, der eine Schule der Indienhilfe besucht, damit beauftragt hat, ihnen die Grundzüge in Sprache und Mathematik nach der Schule Zuhause beizubringen.

Die Zusammenarbeit

Die Grüne Jugend Gelsenkirchen hat in ihrer Zusammenarbeit mit der „Indienhilfe Bottroper Realschüler” ihr Hauptaugenmerk auf die Felder Bildung und Frauenförderung gelegt und möchte mit ihren und Möglichkeiten gezielt die entsprechenden Projekte fördern.

Was wir planen

Bald wird es eine Collage der Indienhilfe im Schaufenster des Grünen-Büros geben. Unsere erste Zusammenarbeit wird darin bestehen, dass wir der Organisation Jute-Taschen für eine unserer abnehmen; zu diesem Zwecke werden wir Prälat Linse an seinem Stand besuchen, der jeden Samstag am Bottroper Markt zu finden ist. Wir haben bereits eine Spendendose für die Indienhilfe eingerichtet, auf die wir bei allen unseren hinweisen wollen. Ferner werden wir den Erlös von möglichen Fair-Trade-Verkaufsständen an die Organisation weiterleiten und besonders auf dem Neujahrsempfang der Grünen in Gelsenkirchen versuchen, über eine Tombola zu mobili-sieren. Besonders in der Weihnachtszeit wird es sich lohnen, die Jute-Figuren der Indienhilfe, die es nicht nur als Elefanten gibt, als Weihnachtsbaumschmuck zu verkaufen. Gerne arbeiten wir mit anderen Grüne-Jugend-Basisgruppen oder Organisationen zusammen, wenn sich die Gelegenheit und eine gute Idee bieten. Also einfach melden.

Ansonsten freuen wir uns, wenn die Gelsenkirchener Mitbürgerinnen und Mitbürger ihre alten (auch DM-) Münzen und Altmetall in der Geschäftsstelle der Grünen abgeben, da diese Gegenstände „zu Euros gemacht” werden können, die an die „Indienhilfe Bottroper Realschulen” weitergeleitet werden.

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Aller guten Dinge sind fair

Grüne Jugend am StandWas mag man denken, wenn fünf (später waren es sieben) vollgepackte junge Erwachsene zur schönsten und sonnigsten (aber auch kältesten) Wintersamstag-Mittagszeit die Hauptstraße in Gelsenkirchen ansteuern? Nein, leider kein Weihnachtseinkauf, sondern nur ein paar politisch interessierte Menschen, die nichts Besseres zu tun haben, als eine Aktion im Namen der Grünen Jugend durchzuführen. Aber noch hat Gelsenkirchen nicht genug. Weiterlesen

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Strategiewechsel jetzt: Mehr zivile Hilfe für Afghanistan!

03.03.2007: Zur Abstimmung des Bundestages über den Einsatz von Tornados in erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:

“Statt immer weiter in den Ausbau der militärischen Kräfte von ISAF zu investieren, muss die Bundesregierung nun einen massiven Kurswechsel hin zu Wiederaufbau und ziviler Konfliktlösung vornehmen. Um die Lage der Bevölkerung im von jahrzehntelangen Bürgerkrieg gezeichneten zu verbessern, bedarf es einer weitaus größeren Gesamtanstrengung. Die GRÜNE JUGEND fordert deshalb, die Ausgaben für den zivilen Bereich den militärischen Mitteln von knapp 500 Millionen Euro jährlich anzugleichen, um eine Verlagerung des Einsatzschwerpunktes zu ermöglichen. Die zusätzlichen Mittel sind insbesondere für den Aufbau der Polizeikräfte und der öffentlichen Institutionen sowie die Erschaffung einer entwicklungspolitischen Alternative zur Drogenwirtschaft einzusetzen. Hier besteht ein unhaltbares Defizit, das den Boden für eine weitere Konfliktverschärfung nährt.

Die rücksichtslose Kriegsführung der US-geführten ‘Operation Enduring Freedom’, treibt die Spirale der Gewalt weiter an, diskreditiert die ISAF als Besatzungstruppe und muss gestoppt werden. Aus diesem Grund fordern die Grünen auch durch unseren Druck seit vergangenem Jahr eine deutliche Kurskorrektur in der internationalen Afghanistanpolitik. Bei der Bundesregierung stießen diese konstruktiven Forderungen jedoch bislang stets auf taube Ohren. Im Gegensatz dazu wird nun der NATO-Anfrage nach Aufklärungstornados in Rekordzeit entsprochen. Dieses Vorgehen muss ein Ende haben. Will der Bundestag eine Eskalation der Lage in verhindern, muss er jetzt eine Verlagerung des Einsatzschwerpunktes vom militärischen auf das zivile Engagement erzwingen. Solange für diesen Kurswechsel keine Anzeichen bestehen, ist das Entsenden weiterer militärischer Kräfte innen- wie bündnispolitisch äußerst fragwürdig.

Aus diesem Grund lehnen viele junge Grüne eine Zustimmung zum Tornado-Einsatz der Bundesregierung ab und fordern, dem Parteitagsbeschluss Rechnung zu tragen, der eine Ausweitung des ISAF-Einsatzes auf den Süden ablehnt. Die unzureichende Informationspolitik der Bundesregierung lässt nicht erkennen, ob der Einsatz der Tornados notwendig für die Sicherheit der zivilen Hilfsprojekte ist. Ganz gleich, wie sich die Abgeordneten in dieser schwierigen Gewissensfrage entscheiden, ist für uns dabei eines klar: Die UN-Mission in wird nur dann erfolgreich sein können und sich der Zustimmung Grüner Friedenspolitik erfreuen, wenn noch in diesem Jahr ein deutlicher Kurswechsel hin zu mehr ziviler Konfliktlösung stattfindet. Die GRÜNE JUGEND empfiehlt der eigenen Partei daher, mit der Ablehnung des Tornado-Einsatzes ein Warnsignal an die Bundesregierung zu senden.”

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