Archiv für die Kategorie Soziales

Grüne Jugend hilft bei Gartenumgestaltung im “Haus Lebenshilfe”

Nach erfolgreicher Antragsstellung bei der „Deutschen Behindertenhilfe – Aktion Mensch e.V“ hat das „Haus Lebenshilfe“ (eine Wohnstätte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger und/oder schwerstmehrfacher Behinderung an der Chattenstraße in Bulmke-Hüllen) einen Zuschuss in Höhe von 4.000 € für das Projekt „Ein Garten zum Spielen. Natur hautnah erleben.“ bewilligt bekommen.

Mit fachlicher Unterstützung wurde die gärtnerische Gestaltung geplant, die u.a. ein Hochbeet mit Duftpflanzen für Menschen im Rollstuhl vorsieht. Eine gemütliche Sitzecke vor dem Haus, wo die Bewohner auf den Bus zur Arbeit warten können, ist bereits realisiert.

„Unser Ziel ist es, einen Lebens- und Entspannungsraum für die Bewohner zu schaffen, der sowohl aktive Bewegungsbedürfnisse zulässt, als auch auch Beschäftigungs- und Ruhemöglichkeiten bietet.“, so Heike Weide, die Wohnstättenleitung.

Zu diesem Zwecke soll ein großer Pavillon mit Sitzecke und Feuerkorb eingerichtet und Spiel- und Sportgeräte in Form eines Fußballtors und eines Trampolins aufgebaut werden; auch eine riesige Gartenliege mit leichter Schaukelfunktion und Sonnendeck steht bereit, auf der ein Kind mit schwerstmehrfacher Behinderung und sein/e Betreuer/in Platz finden.

Das Konzept steht, jetzt geht es an die Umsetzung: Am kommenden Samstag, den 06.08.2011, wird ab 10 Uhr auf dem Hinterhof der Wohnstätte gebuddelt, eingepflanzt und zusammengebaut.

„Ohne freiwillige Helfer wäre es für die Einrichtung schwer und langwierig den Gartenumbau durchzuführen, weil die Mitarbeiter in den Gruppen vor Ort sein müssen.“, so Kevin Jedamzik, Sprecher der Grünen Jugend und selbst im Wohnheim tätig. „Also habe ich einfach die Mitglieder der Grünen Jugend um ihre Hilfe gebeten.“

Die freiwilligen Helfer erhalten natürlich auch tatkräftige Unterstützung von den Bewohnern, die fest entschlossen sind, ihren neuen Garten selber mitzugestalten. Verpflegung stellt das Haus Lebenshilfe kostenlos zur Verfügung. Wir wünschen gutes Gelingen!




Schreibe einen Kommentar

Gemeinschaftsschule

Hier der Text aus unserem Flyer anlässlich unserer Schulkampf-Aktion zur :

Unsere : EINE FÜR ALLE!

Lieber Passant,

Du fragst dich bestimmt, warum die Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium aufeinander einprügeln. Das ist ganz einfach: das Gymnasium will allen beweisen, dass es am besten ist, die Realschule ist stinkig, weil es für ihre besten Schüler schwierig ist, das Abitur zu machen und die Hauptschule ist sauer, dass sie immer die schlechtesten und schlimmsten Schüler abbekommt.

Ich stehe daneben und kann eigentlich nur lächeln. Ich finde nämlich, dass es diese Streitigkeiten gar nicht gäbe, wenn alle Schulformen an einem Strang ziehen würden und das stelle ich mir so vor…

Alle Schüler lernen bei mir, der , von der ersten bis zur zehnten Klasse gemeinsam, weil ich davon überzeugt bin, dass die Kinder am besten in der Vielfalt lernen – schließlich leben sie in einer pluralistischen Gesellschaft. Zudem sind 10 Jahre eine lange Zeit, in der man durch stabile Freundschaften Rückhalt und Selbstvertrauen aufbaut.

Dabei ist es gar nicht so wichtig, wo die Kinder herkommen, wie reich ihre Familie ist und wie viel sie schon können – das sorgt für Chancengleichheit am Anfang der Schullaufbahn. Ich nehme auch gerne Kinder mit Behinderung oder Lernproblemen auf, denn dadurch werden diese integriert und die anderen Kinder lernen Toleranz. Das Gymnasium würde jetzt sagen „Da werden die besseren Schüler doch aufgehalten!“, aber das sehe ich anders: bei mir kann nämlich jedes Kind nach seinem Tempo lernen. Damit das gut funktioniert gibt es bei uns viel mehr Lehrer, die oft weitergebildet werden: Sie kümmern sich einfühlsam und intensiv um die schwächeren Schüler, damit auch sie die Lerninhalte gut verstehen und beherrschen, aber auch die stärkeren Schüler werden nach ihren Interessen und Fähigkeiten gefördert z.B. durch Schüler-Unis. Hier sieht mal also, dass die nicht als Einheitsschule beleidigt werden darf, denn die stärkeren Schüler werden nicht auf das Lerntempo der schwächeren gedrosselt. Zusätzlich führen wir kleine Klassen ein und sorgen für eine gute Ausstattung der gesamten Schule.

Nicht nur beim PISA-Vorreiter Finnland, sondern auch bei meiner älteren Schwester, der Gesamtschule, zeigt sich, dass das gemeinsame Lernen große Vorteile hat: 2/3 der diesjährigen Gesamtschul-Abiturienten in NRW bekamen nach der Grundschule keine Empfehlung für das Gymnasium und haben jetzt trotzdem ein Abitur in der Tasche. Stellt euch bloß mal vor, wenn diese Schüler auf eine Realschule gegangen wären, sie wären gut genug gewesen, das Abitur zu machen, doch sie hätten auf ein Gymnasium oder eine Gesamtschule wechseln müssen, was oft kompliziert.

Die Gesamtschule hat eigentlich schon ein sinnvolles Konzept, sie ist jedoch zu klein. Sie ist immer sehr traurig und ärgert sich über sich selbst, wenn sie viele Schüler, die sie nicht mehr aufnehmen kann, abweisen muss. Nicht bloß die abgelehnten Kinder, sondern vor allem ihre Eltern sind dann betrübt oder wütend, weil dem Kind nun oft nichts Anderes mehr übrig bleibt, als die Hauptschule zu besuchen – aber was kann man heute mit einem Hauptschulabschluss noch erreichen? Bei mir soll das anders sein: in der zehnten Klasse, also mit etwa 16 Jahren, wenn die Kinder zu Jugendlichen geworden sind, entscheiden sich die Schüler, ob sie weiter lernen wollen, um das Abitur zu machen, oder ob sie eine Ausbildung anfangen möchten. Egal, wie sie sich entscheiden, alle Schüler haben bei mir bis zu diesem Zeitpunkt eine umfassende Grundausbildung bekommen, so dass die abgehenden Schüler leichter einen Ausbildungsplatz bekommen.

In einer wird nicht nur mit Noten bewertet: ich finde, dass die Spanne von 1 – 6 nicht ausreicht, um jedem Kind eine angemessen Rückmeldung über seine Leistungen zu geben; außerdem sagt eine Note nicht, was man in einem Fach gut beherrscht und was man noch verbessern kann. Überhaupt können Noten, schon allein dadurch, dass sie auch mal schlecht ausfallen können, große Angst machen und bauen Druck auf, unter dem man meiner Meinung nach nicht gerne lernt. Um diesem Druck vorzubeugen stelle ich mir vor, dass die Lehrer jedem Kind ein ausführliches persönliches Feedback zu seinem Lernstatus und –verhalten geben; auf diese Weise sind die Kinder stolz auf sich und lernen durch die positive Bestärkung gerne weiter. Und wenn mal etwas nicht so gut klappt, finden Lehrer, Eltern und Schüler dafür gemeinsam eine Lösung. Ganz logisch, dass das Sitzenbleiben nicht mehr praktiziert wird.

Ich möchte darüber hinaus eine Ganztagsschule sein, damit die Schüler bei zeitlich stark eingespannten oder wenig engagierten Eltern nicht in ihrer Freizeit allein gelassen werden. Die Schüler bekommen eine kostenlose Mahlzeit sowie Hausaufgabenbetreuung. Ich biete daneben auch viele Freizeit- und Weiterbildungsangebote an, die die Kinder zusammen mit ihren Freunden wahrnehmen können. Die Schüler bekommen auf diese Weise wertvolle soziale Kompetenzen vermittelt, die sie zu einem wichtigen Teil unserer Gesellschaft machen – und so müssen sie auch behandelt werden. Deswegen bin ich demokratisch organisiert und die Schüler haben großes Mitspracherecht bei der Gestaltung ihrer . Ich bin sicher, dass sie sich durch die eigenen Erfahrungen mit Demokratie viel mehr für die Geschehnisse in Deutschland interessieren und auch selbst für die Gesellschaft engagieren.

Momentan habe ich in Deutschland schon viele Schwestern und Freundinnen. In Deutschland gibt es 22 Gemeinschaftschulen und noch 90 weitere Schulen wollen es alleine oder durch Kooperationen werden. Sie alle erlebten einen gelungenen Start und stellen Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler zufrieden; von ihnen können wir lernen. Ich träume davon, dass das mehrgliedrige ganz abgeschafft wird und die zur Regelschule in Deutschland wird.

Ich würde mich riesig freuen, wenn ich Dich von meinem Konzept überzeugen konnte und du mich unterstützen möchtest!

Viele Grüße!
Deine

Schreibe einen Kommentar

Gerechtigkeitsmemory

Ein Sonnenschirm, Luftballons und monströse Flyer? Nicht mit uns. An insgesamt über 150 Orten macht die Wahlkampftour der GRÜNEN JUGEND halt und will für GRÜNE Politik begeistern. Am 15. September 2009 ab 16.00 Uhr hält ein Bus auch am Preuteplatz in Gelsenkirchen.

Von Politikverdrossenheit ist bei den 16- bis 27jährigen, die ihre Schul- oder Semesterferien für den GRÜNEN opfern, nichts zu spüren. Im Gegenteil: diese jungen Leute kämpfen für eine bessere Welt und für ihre Zukunft. Am Aktionstag suchen sie im großformatigen Gerechtigkeitsmemory ihre Forderungen. Darunter zum Beispiel „Gebührenfreies Studium für alle!“ statt „Studiengebühren“.

Wir laden Sie herzlich dazu ein, diese Aktion, zu der die GRÜNE JUGEND Gelsenkirchen auch Robert Zion, Bundestagsdirektkandidat Gelsenkirchens, eingeladen hat, in Bildern festzuhalten und mit den GRÜNEN Aktivisten zu sprechen.

1 Kommentar bis jetzt